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Brasilien ist das größte Tabak produzierende und exportierende Land, die Zahl an bekannten Zigarrenmarken ist jedoch überschaubar. Dennoch tragen brasilianische Zigarren den Ruf, zu den weltbesten zu gehören.
Der Tabak dieser Zigarren wird hauptsächlich in der Region Bahia, insbesondere Recôncavo gewonnen. Gestartet wurde die Zigarrenproduktion dort 1842 durch den Portugiesen José Cardozo. Der Begründer des heutigen Tabakimperiums Dannemann, der aus Bremen eingewanderte Geraldo Dannemann ging dort ab 1873 seinem Traum nach, erlesene Zigarren zu produzieren. Die besten Variationen von Bahia Tabak gedeihen in den Gebieten Mata Fina, Mata Sul, Mata Sao Concalo und Mata Norte.
„Flor de Brasil“ wird in einem Atemzug mit Havanna genannt, wenn es um Tabak erster Güte geht. Viele Zigarrenhersteller aus dem karibischen und zentralamerikanischen Raum benutzen den dort angebauten Mata Fina als Deckblatt. Rein brasilianische Zigarren – also „Puros“, wo alle drei Teile, Einlage, Umblatt und Deckblatt aus einer Region stammen - produzieren u. a. Menendez und Dannemann, die von Kennern hervorragend bewertet werden.
Zigarren aus Brasilien weisen ein erdiges Aroma auf, sind weich, sandelholzartig, vollmundig, von milder bis mittlerer Stärke. Man sagt ihnen ein besonders gutes Zug- und Abbrandverhalten nach.
Menendez ist im Besitz der größten Zigarrenmanufaktur Brasiliens. Bis 1959 produzierte die Familie Menendez die berühmte Monte Christo. Menendez bietet die Formate Lonsdale, Corona, Panatela, Petit Corona, Pantela, Slim Pantela und Robusto an. Preislich rangieren diese von 2,40 bis 3,30 Euro. Eine weitere Produktlinie von Menendez ist Dona Flor.
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